Wie Ihr als fleißige Leser meines Blogs sicher mitbekommen habt, habe ich seit Anfang des Jahres, zusammen mit ein paar anderen Fotografen, ein Fotostudio gemietet und eingerichtet. In diesem Zuge habe ich auch ein Gewerbe angemeldet und bin freiberuflich als Fotograf tätig. Schließlich wollen Miete, Studioeinrichtung, neue Gadgets und die laufenden Kosten bezahlt werden.

Da Aufträge natürlich nur kommen, wenn man auch für sich wirbt, habe ich in den letzten Wochen an einer neuen Internetpräsenz gearbeitet. Sie ist zwar schon seit Ende Januar online, aber den letzten Feinschliff hat die Site erst in den letzten Abenden bekommen. So ist das, wenn man noch einen Hauptberuf hat, der auch Spass macht und einen fordert: Manche Sachen dauern einfach etwas länger. Aber was lange wird, wird endlich gut :-)

Ja und nun ist das Schmuckstück in einem Zustand, den ich Euch hier kurz vorstellen möchte. Wie ISO125 ist das Ganze als WordPress-Blog realisiert und läuft unter dem Namen “Susi + Strolch Fotografie“. Der Name hat sich so beim gemeinsamen häuslichen Brainstorming ergeben. Die beste Ehefrau von allen heisst Susanne, wird aber von allen Susi genannt.

Das erklärt schon mal den ersten Teil. Und ich kann mir schon vorstellen, das der eine oder andere von Euch jetzt denkt, ich bin der Namensgeber des zweiten Teils. Fast richtig, aber nicht ganz ;-) Und ich möchte auch nicht auf Hundefotografie umsteigen :-)

Der Film “Susi und Strolch”  ist eine Geschichte in Bildern, die mich in meiner frühen Kindheit wohl so gefesselt hat, dass sie mir noch heute in Erinnerung ist. Besonders die Szene beim Italiener (gibt’s auf youtube). Und so wie Walt Disney mit seinen Kollegen die Liebesgeschichte von Susi und Strolch in Bildern erzählt, so möchte ich die Episoden und Geschichten meiner Kunden in Fotos festhalten. Egal ob es sich um Hochzeit, Verlobung, den neugeborenen Nachwuchs oder ganz andere Geschichten handelt.

Die Fotos spielen hier klar die Hauptrolle und so gibt es neben kurzen Artikeltexten und einigen Informationen vor allem viele Fotos zu sehen. Vielleicht schaut der eine oder andere von Euch ja einfach mal vorbei. Über konstruktives Feedback hier in den Kommentaren oder per E-Mail freue ich mich auch. Es gibt schließlich immer etwas zu verbessern.

Pünktlich zur Mitte der Woche, eine neue Ausgabe der Kaffeetasse. Die Welt der Fotografie steht bekanntermaßen nicht still, so dass es Einiges zu berichten gibt.

Leica M mit Schwarz-Weiß-Sensor

Diesmal kocht die Gerüchteküche im Hause Leica. Für Mai wird die Ankündigung einer Leica M mit einem reinen schwarz-weiß-Sensor erwartet. Näheres könnt ihr auf dem Leica Street Blog von Georg Pagenstedt nachlesen.

Nikon D4 vs. Nikon D800

Seit einigen Tagen liefert Nikon die D4 und auch die D800 aus. Patrick von neunzehn72.de gehört zu den Glücklichen, die sich beide Kameras leisten können und auch schon in den Händen hat. Er hat einen, wie ich finde sehr guten, Vergleichsartikel über die beiden Kameras geschrieben.

Rüdiger Beckmann / Beyond Vanity

Schon ein paar mal bin ich im Web über Rüdiger Beckmann und seine Website pixelwelten.de gestolpert. Rüdiger hat eine ganz eigene, sinnlich emotionale Art der Fotografie. Mir persönlich haben es besonders seine Cyanotypien angetan. Vor einigen Tagen habe ich auch sein Buch “Beyond vanity – Jenseits von Eitelkeit” erhalten. Seine Texte und Bilder zeigen sehr gut die Art wie er Fotografie sieht und mit Ihr umgeht. Mehr zum Buch erfahrt ihr auf der zugehörigen Website.

KaufKunst in der Spürsinn-Galerie

Wo ich schon über Rüdiger Beckmann geschrieben habe, möchte ich Euch auch gleich auf die Spürsinn-Galerie hinweisen. Hier könnt Ihr echte Unikate aus der für vergleichsweise wenig Geld erwerben. Ich finde die Idee sehr schön und bin am überlegen, ob ich nicht selbst in Kunst investiere. Auch Rüdiger Beckmann ist mit einigen seiner Werke dort vertreten.

Nikonians Podcast #32

Mittlerweile ist Folge #32 des Nikonians Podcast erschienen. Mit 1h 4min haben Paddy und der Stilpirat einen neuen Rekord in Bezug auf die Dauer aufgestellt. Wie immer unterhaltsam, auch noch nach einer Stunde Smiley 

Neue Gruppe Fotoworkshops in Norddeutschland auf facebook

Seit ein paar Tagen gibt es auf facebook die Gruppe Fotoworkshops in Norddeutschland. Als facebook-User, überzeugter Schleswig-Holsteiner und jemand der kurz vor Hamburg wohnt, finde ich das gut. Noch hält sich die Userzahl in Grenzen, aber das wird sicherlich noch.

Letztes Wochenende hatte ich Maciek für eine Portrait-Session bei mir zu Besuch im Studio. Wir wollten ein paar schöne Bilder für Macieks Sedcard aufnehmen und ich wollte gleichzeitig ein paar Bild-Ideen/Lichsetups austesten.

Im ersten Setup “Alone in the Dark” kam ein kleiner Beauty-Dish mit Wabe zum Einsatz. Der Beauty-Dish war hochfrontal ausgerichtet. Eine sehr nahe Position des Lichtformers und das gerichtete Licht zum Model garantieren starke Kontraste und einen schnellen Lichtabfall. Eine schwarz-weiße, kontrastreiche Bearbeitung passt hier am Besten.

Das zweite Setup ist ein Standard-Lichaufbau mit ausgeleuchtetem weißen Hintergrund und einem Beautydish als Hauptlicht. Hier ging es mir darum, die Portraits im Nachgang mit Dodge & Burn und lokales Kontraste zu bearbeiten, da ich diesen Bild-Look sehr mag.

Das dritte Setup ist schließlich eine stimmungsvolle Atmosphäre. Da durften natürlich Gitarre, Karten und eine Flasche Whiskey nicht fehlen :-) Hauptlicht ist hier eine Softbox auf einem Galgen. Das Licht fällt senkrecht (quasi als Deckenlicht) von oben auf die Szene. Eine zweite Softbox von vorne diente als Aufhell-Licht.

Ich finde Model, Requisiten (Whiskey, Karten, Gitarre) und das Licht geben hier eine tolle Stimmung, die ich durch die Nachbearbeitung noch etwas herausgearbeitet habe. Danke an Maciek für das coole Shooting.

Es ist wieder mal Zeit für eine neue Ausgabe der Kaffeetasse.

Lightroom 4 ist da

Schneller als gedacht ist Lightroom 4 erschienen. Und mit der neuen Version hat Adobe auch kräftig die Preise gesenkt. Die neuen Algorithmen im Entwickeln-Modul für Licht, Schatten und Klarheit  sind wirklich großartig. Die erweiterten Möglichkeiten des Korrekturpinsels (z.B. Bildrauschen oder Farbtemperatur lokal begrenzt anzuwenden) sind ein echter Hammer. Als Sahnehäubchen kommen ein funktionierender Softproof sowie zwei neue Module für Karten/GPS-Koordinaten und für die Erstellung von Fotobüchern.

Das macht Freude und alle, die noch kein Lightroom haben sollten hier auf jeden Fall zuschlagen.

Lightroom 3 Besitzer sollten sich bei einem Upgrade auf Lightroom 4 genau überlegen, wie Sie mit Ihren Bestandsbildern umgehen. So gibt es einige Bugs (z.B. werden Einstellungen in der Gradationskurve bei einem Import aus Lightroom 3 nicht korrekt übernommen und auch Einstellung zum Bildrauschen können deaktiviert sein. Eine Übersicht von Bugs findet Ihr im offiziellen Adobe Lightroom Blog. Auch LR3 Presets haben durch die neue Engine eine deutlich andere Auswirkung in LR4. Da sich LR4 parallel zu LR3 installiert werde ich wohl meine Bestandsbilder auf LR3 belassen und nur neue Bilder mit LR4 bearbeiten.

Alex von blog-foto.de hat übrigens ein Video in dem er den Katalogimport von LR3 nach LR4 zeigt und viele Tipps und Tricks gibt. Für alle die sich das noch näher ansehen wollen, hier noch ein Artikel mit einigen Links zu guten Lightroom 4 Ressourcen.

Aktuell gibt es Lightroom 4 bei amazon für ca. 129 EUR, ein Upgrade kostet ca. 74 EUR.

Ausstellung “Lebensmittel” von Michael Schmidt im Museum Morsbroich

Das Museum Morsbroich in Leverkusen zeigt vom 4. März bis 13. Mai 2012 erstmals die Ausstellung “Lebensmittel” des Fotografen Michael Schmidt. Michael Schmidt hat mehrere Jahre den europäischen Kontinent bereist und die Produktion, Verarbeitung, Konfektionierung und Präsentation von Lebensmitteln fotografiert.

Nach fünf Jahren der Planung und Realisierung wird sein monumentaler Essay mit der Präsentation im Museum Morsbroich erstmals vorgestellt. Im Anschluss daran zeigen die Galerie im Taxispalais in Innsbruck (16. Juni – 26. August 2012) und der Martin-Gropius-Bau in Berlin (12. Januar – 1. April 2013) das Projekt.

Rezepte für gutes Licht: Die iPad App Lighting Recipes von Scott Kelby

Von Scott Kelby gibt es eine neue, kostenlose iPad-App zu vermelden. In 13 Lektionen werden Lichtsetzung  und Umsetzung ausgewählter Bildern gezeigt. .Mehr Infos gibt es auf dem Scott Kelby Blog.

Apple Camera RAW 3.1

Apple hat gestern das Digital Camera RAW Compatibility Update 3.10 veröffentlicht. Unter anderem wird mit dem Update die Nikon D4 unterstützt.

Mitte Januar hatte ich über den Canon Pixma Pro-1 berichtet und soweit mir möglich mit dem Epson R3000 verglichen. Eigentlich hatte ich vor den Canon zu kaufen und auch schon eine Kaufoption bei Calumet für das nächste Exemplar angemeldet. Mittlerweile wurde aus dem “Erwarten wir in 14-21 Tagen.” ein: “Wir wissen nicht wann der Drucker verfügbar ist. Wahrscheinlich in den nächsten Wochen”. Auch sonst ist der Canon scheinbar nirgends lieferbar.

Da ich ohnehin letzte Woche abends bei Calumet war, hatte ich die Möglichkeit Testausdrucke von beiden Druckern zu vergleichen. Qualitativ konnte ich mit bloßem Auge keine Unterschiede erkennen. Die Druckqualität ist bei beiden Druckern fantastisch.

Letztlich hat der Canon leichte Vorteile (kein Spülen bei Wechsel zwischen Matte Black und Photo Black, besserer manueller Einzug) aber auch Nachteile (3,5 cm Rand bei Druck auf FineArt-Papieren; lässt sich durch Workaround vermutlich umgehen). Verbrauchsmäßig sollen beide Drucker in etwa gleichauf liegen, der Canon hat allerdings größere Patronen, was aber nicht zwangsläufig heißt, dass der Liter Tinte günstiger ist.

Und da mittlerweile der Epson preislich unter 650 EUR gerutscht ist und damit auch gut 150-200 EUR günstiger als der Canon ist, habe ich dann kurzerhand umdisponiert und mich doch für den Epson entschieden. Der war auf Lager, konnte direkt mit und hat sich in den letzten Jahren bewährt. Für die meisten Papiere gibt es ICC-Profile für den Epson und auch der Treiber ist ausgereift.

 

Also wechselte ein Epson zusammen mit einigen Stapeln A3+ Papieren von Brilliant, der Eigenmarke von Calumet, den Besitzer. Bei den Papieren habe ich mich für Brilliant Supreme Lustre Ultimate sowie zwei Fine Art Papiere in Museumsqualität (Satin Matte Natural, Silver Gloss Natural) entschieden.

Zu Hause angekommen, wurde das Riesenteil vorsichtig ausgepackt und in Betrieb genommen. Einen Drucker mit neun Tinten zu bestücken ist schon eine Arbeit ;-)  Nach gut einer halben Stunde war der Drucker per WiFi im Netz und einsatzbereit. Vorsichtig habe ich einen ersten Druck auf DIN A4 Glossy Fotopapier angefertigt. Nach ca. 2min lag der Ausdruck da. Hammer.

Ab zum nächsten Druck, diesmal randlos in A3+ auf dem Lustre Paper. Vorher noch kurz die ICC-Profile von der Brilliant-Website heruntergeladen und ins entsprechende Profilverzeichnis kopiert. Hier dauerte der Ausdruck knapp 4min. Und wieder Hammer: Farben genauso, wie ich sie erwartet hätte. Details, die mir am Bildschirm so nicht aufgefallen sind. Ich komme aus dem Staunen kaum raus. Vermutlich geht es jedem so, der bislang nur die Drucke eines alten, mittelprächtigen A4-Tintendruckers kennt. Warum habe ich eigentlich nicht schon seit Jahren so einen Drucker?

Danach ging es munter weiter bis ich auch die beiden FineArt-Papiere durchgetestet hatte. Gerade S/W-Bilder oder Bilder mit entsättigten Farben erzielen auf diesen strukturierten Papieren eine ganz eigene Wirkung. Man kann es nicht beschreiben, sondern muss es selber sehen und fühlen.

Hätte ich nicht den Bedarf gehabt, zeitnah eigene hochwertige Ausdrucke anzufertigen, hätte ich vielleicht noch 2-3 Wochen auf den Canon Pro-1 gewartet. Ich denke, dass die beiden Drucker auf Augenhöhe agieren. Diesmal haben Verfügbarkeit und ein geringerer Preis den Ausschlag gegeben. Da ich vmtl. nicht ständig zwischen Matt und Glossy wechsle, kann ich auch die Verluste durch Spülen verschmerzen und für den Preisunterschied lässt sich einiges an Tinte kaufen. Und mit den Tücken des manuellen Einzugs werde ich leben können.

Weitere Infos:

Epson R3000 Website
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Canon Pixma Pro-1 Website
Canon Pixma Pro-1 bei amazon