Ich habe schon immer daran gedacht, ein Blog über Fotografie zu starten. Ein erster halbherziger Versuch (z.B. über Windows Live) vor einigen Jahren ist dann im Sande verlaufen.

Diesmal soll es ernst sein :-) und deshalb habe ich mich vor dem Start erst einmal intensiv mit der Materie auseinandergesetzt. Die für mich wichtigsten Fragen waren

  • Eigene Domain oder bei einem der vielen Angebote unterschlüpfen?
  • Welche Blog-Engine und welcher ISP?
  • Bekomme ich ein vernünftiges Layout hin?
  • Habe ich überhaupt genug zu erzählen, um auch regelmässig zu posten?
  • Wie kommt Traffic auf die Seite?

Eigene Domain oder bei einem der vielen Angebote unterschlüpfen?
Ok, es gibt viele Angebote auf dem Markt, auf denen mein ein eigenes Blog mitlaufen lassen kann. Und das Beste: kostet nix. Das ist sicherlich für den Anfang eine gute Alternative, allerdings hat mich immer die Fremdwerbung gestört und sobald man etwas mehr machen möchte, stösst man schnell an Grenzen. Es sind halt typische 80:20-Lösungen.

Auf der anderen Seite sind Webspace und Domains mittlerweile so günstig (gerade im Vergleich zu einem neuen Objektiv etc. ;-) ), dass ich mich direkt für eine eigene Domain mit Webspace entschieden habe.

Über den Namen habe ich eine Weile gegrübelt. Viele Ideen für etwas kurzes, einprägsames und griffiges waren leider schon vergeben; andere Blogger und Websitebetreiber sind ja schließlich auch nicht blöd ;-) Mir kam die zündende Idee, wie ich beim Ändern des ISO-Wertes an meiner D7000 den ISO125-Wert vorbeihuschen sah. Kurze Recherche: COM- und DE-Domain waren frei und der Name für das Blog gefunden.

Welche Blog-Engine und welcher ISP?
Nach Beantwortung der ersten Frage stellt sich dann auch gleich die Frage nach der Blog-Engine. Auf dem Markt gibt es verschiedenste Plattformen, einer/wenn nicht der Platzhirsch ist WordPress. Für WordPress gibt es jede Menge Plugins und tolle Layouts (Themes genannt), so das einem schnellen und unkomplizierten Start nichts im Wege steht. Somit habe ich mich für WordPress entschieden und bei der Wahl des ISP darauf geachtet, dass WordPress unterstützt wird. Ich bin bei Host Europe gelandet. Und bislang bereue ich die Entscheidung nicht.

Das Einrichten von Domains, E-Mail-Adresse und das Aktivieren von WordPress gehen über die Admin-Oberfläche. Ein bisschen Einarbeitung ist nötig, aber wer so etwas ähnliches schon mal gemacht hat, dem fällt das mehr als leicht. Glücklicherweise zähle ich mich zu dieser Spezies :-)

Die WordPress-Engine selbst ist mittlerweile ziemlich ausgereift und durch Plugins, Themes, Widgets extrem flexibel und mächtig. Aber auch hinreichend einfach, um schnell zu einem Ergebnis zu kommen. Das ist mir wichtig.

Bekomme ich ein vernünftiges Layout hin?
Ich bin weder Grafik- noch Webdesigner und mir ist es wichtig, möglichst schnell  mit dem Blog online zu gehen, statt lange zu layouten. Deshalb habe ich für mich entschieden, auf ein fertiges Layout zurückzugreifen.

Hier ist WordPress echt flexibel. Layouts, die als Theme bezeichnet werden, gibt es zu hunderten. Und sie bieten alles was Mensch/Blogger für den Start benötigt. Über die WordPress-Verwaltungsoberfläche kann man Themes nach verschiedenen Kriterien suchen (2-spaltig, 3-spaltig, Fotoblog, Magazin, …) und dann direkt installieren, aktivieren und testen.

Für die, die noch mehr wollen, gibt es professionelle Premium-Themes, die wirklich fast jeden Wunsch erfüllen, dafür dann aber auch etwas kosten. Die Preise reichen von wenigen EUR (z.B. bea Theme) bis hin zu über hundert EUR (z.B. ProPhotoBlogs). Spätestens die ProPhotoBlogs lassen dann auch keinen Wunsch mehr offen.

Die dritte Alternative sind Webdesigner, die einem ein eigenes Theme bauen. Das kostet dann aber noch ein paar EUR mehr.

Für mich war klar, dass ich erst mal mit einem kostenfreien Theme starte. Die Entscheidung ist fürs erste für das Arunja Theme von SRS Solutions gefallen, nachdem ich fast einen ganzen Tag verschiedenste Themes mit Begeisterung ausprobiert habe. Das Theme sieht auch auf einem iPad super aus und genügt für den Start völlig meinen Anforderungen.

Habe ich überhaupt genug zu erzählen, um auch regelmässig zu posten?
Im Moment habe ich eine Menge Ideen für Artikel (Buch-/Workshop-Rezensionen, Posts zu eigenen Fotos und Fotografieprojekten, Tips zu Fotografie-Software für Mac und iPad, Equipment, …), dass es mal mindestens für die nächsten Monate reicht. Und ich bin mir sicher, mir wird noch viel, viel mehr einfallen. Kritisch ist bei mir eher die Zeit. Das Ganze muss zwischen Beruf, Familie und Hobby (Fotos machen) passen. Da ich aber eher ein Schnellschreiber bin, wird das schon klappen; spätestens wenn sich hier eine Routine eingestellt hat. Vermutlich wird es minimal zu Lasten der Kommentare, die ich auf flickr hinterlasse, gehen. Das werde ich ggf. etwas einschränken.

Wie kommt Traffic auf die Seite?
Tja, die Frage wird sich erst mit der Zeit beantworten. Ich denke, interessanter Content ist mal der erste Schritt. Hier schreibe ich erstmal los, und sehe dann ja, wie es bei Euch ankommt. Hier hoffe ich auf viel Feedback durch Kommentare. Denn wenn das, was ich schreibe, auch gelesen wird, laufe ich zur Höchstform auf. Ihr werdet schon sehen ;-)

Dank eines WordPress-Plugins (Really simple Facebook Twitter share buttons) gibt es eine Social Media-Integration in den Artikeln. Ein ISO-125-Twitter Konto gibt es auch und ist integriert. Ein weiteres WordPress-Plugin (Google Analytics for WordPress) und Google-Analytics ist auch integriert; zu sehen ist aber noch nix :-(

Fazit
Das ISO125-Blog ist online – hurra. In ca. 2 Tagen verteilt auf 4 Wochen (0,5 Tage Recherche, Domainreservierung, Hoster finden + 1 Tag WordPress erkunden, intensiv Themes testen, Logo entwerfen + 0,5 Tage finale Konfiguration des Themes, Integration Social Media, Plugins installieren etc.) aufgewendet. Das Ergebnis gefällt mir und der erste Artikel steht auch schon.

Das finde ich ziemlich cool. Und nun kann ich mich auf das konzentrieren, was mir so richtig Spaß macht: fotografieren und schreiben ;-)

Cheers, Sven