Cyclassics 2011 - Profis Dieses Wochenende fanden in Hamburg zum 16. Mal die Vattenfall Cyclassics statt. Mit über 20.000 Teilnehmern ist es das größte “Jedermann”-Radrennen dieser Art in Europa. Gleichzeitig gehen beim mittlerweile einzigen Profi-Radrennen der höchsten Kategorie UCI World Tour in Deutschland die besten Radteams der Welt an den Start.

Ich selbst glaube ja, dass es genau zwei Arten von Hamburgern gibt: Die erste Kategorie verteufelt die Cyclassics wegen der gesperrten Straßen und den ganzen Radfahrern, die sich zwei Tage auf den Straßen der Innenstadt tummeln. Die zweiten lieben die Cyclassics weil Sie selbst mitfahren, jemanden kennen der mitfährt oder weil sie sich sogar selbst auf die Strecke wagen. Ich gehöre zur zweiten Kategorie und bin selbst schon 5 mal mitgefahren. Davon 4x die 100km Strecke, 1x sogar die Königsstrecke mit 155km; man was taten mir die Beine hinterher weh ;-) .

Dieses Jahr habe ich das Event genutzt, um einige Impressionen fotografisch festzuhalten. Eine Herausforderung ganz anderer Art für mich, da ich bisher null Erfahrung mit Sportfotografie habe. Und wie sich schnell herausstellte, ist Radfahrer mit Tempo 30-60 auf der Zielgeraden scharf abzubilden eine echte Herausforderung für Mensch und Technik. Ich habe dabei versucht, Eindrücke und Emotionen festzuhalten: Fotos von der begleitenden Fahrradmesse, gefolgt von Bildern vor dem Rennstart (6 Uhr am Sonntag morgen aufstehen :-( ) sowie Bilder vom Einschreiben und dem Start der Profis. Neben einigen Aufnahmen mit meinem Fisheye (Nikkor 10.5mm f/2.8 G ED) kam das Sigma  70-200 f/2.8 II intensivst zum Einsatz. Eine Auswahl der Bilder findet Ihr in der Galerie.

Dieses Frühjahr haben wir es uns im schönen Mallorca für zwei Wochen gut gehen lassen und mal richtig ausgespannt. Natürlich durften Kamera und die nötige Ausrüstung nicht fehlen. Während der Zeit sind viele richtig coole Aufnahmen entstanden. Als kleines Projekt hatte ich mir dabei vorgenommen, getreu dem Motto “Schwarz-Weiß ist Farbe genug” (von Barbara Klemm), vorzugsweise in Schwarz-Weiss zu fotografieren.

Auf meiner Nikon D7000 legte ich mir deshalb ein Usersetting an, dass die Kamera auf den Schwarz-weiß Modus schaltet. Zusätzlich habe ich in den Picture Control Settings noch die Schärfe und den Kontrast für die Monochrome-Einstellung angehoben.

Da die Kamera zwei SD-Card-Plätze hat und ich grundsätzlich auf der ersten SD-Karte die RAWs und auf der zweiten Karte die JPEGs speichere, hatte ich als Ergebnis immer das beste aus zwei Welten. Die Bilder im RAW-Format, die ja grundsätzlich immer die vollen Farbinformationen haben, sowie JPEGs in Schwarz-weiß, mit tollem Kontrast und knackiger Schärfe, die auch ohne Nachbearbeitung richtig geil aussehen.

Im Nachgang habe ich das eine oder andere Bild in Lightroom natürlich noch etwas nachbearbeitet, um den einen oder anderen Bild einen speziellen SW-Look zu verpassen. Die Qualität der SW-JPEGs ist aber mit diesen Einstellungen auch out-of-the-Box schon richtig gut.

Awesome Flickr Gallery Error - SSL is required

imageDie unglaubliche Geschichte von Vivian Maier fasziniert mich ebenso wie Ihre Fotografien; und das nicht nur wegen Ihres tollen Nachnamens Zwinkerndes Smiley.

Die aus Frankreich stammende Vivian arbeitete als Kindermädchen in New York und Chicago, führte aber von Ihrem Umfeld nahezu unbemerkt ein Doppelleben als Straßenfotografin. Über 40 Jahre hielt Sie das Leben auf den Straßen in unglaublich faszinierenden, teilweise witzigen und auch sehr emotionalen Fotografien fest. In der Zeit von 1951 bis in die späten 90er sind dabei über 100.000 Fotografien entstanden. Das erstaunlichste jedoch ist, dass Vivian Maier Ihre Bilder wie einen Schatz hütete, den nahezu niemand zu Gesicht bekam. In der heutigen Zeig von facebook, flickr und Internet kaum vorstellbar. 2009 verstarb Vivian Maier im Alter von 83 Jahren.

Ihr fotografischer Nachlass wurde jedoch 2007 von John Maloof auf einer Auktion in Chicago entdeckt und ersteigert. Sukzessive wird Ihr Lebenswerk nun archiviert, katalogisiert und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Erste Ausstellungen in London oder der Galerie Hilaneh von Kories in Hamburg zeigten ausgewählte Fotografien. Auf der offiziellen Website finden sich interessante Informationen über Ihr Leben und Schaffen und viele sehr geile S/W-Fotografien.

Das Doppelleben der Vivian Maier

Auf YouTube finden sich neben obigen Video noch einige weitere Slideshows und Filme, die einen guten Einblick in Ihr Schaffen geben. Zwei Bücher sollen im September/November 2011 erscheinen. Ein Dokumentarfilm ist in Vorbereitung.

Hollywood Portraits - Classic Shots And How To Take ThemIn diesem Jahr habe ich mich verstärkt mit der Portrait- und People-Fotografie auseinandergesetzt. Neben dem praktischen Fotografieren lasse ich mich auch gerne von Büchern zu diesem Thema inspirieren. Ich liebe es in entsprechenden Büchern und Bildbände zu schmökern. Vor Kurzem bin ich auf das Buch “Hollywood Portraits – Classic Shows And How To Take Them” von Roger Hicks und Christopher Nisperos gestossen. Bei einem Preis von 18,95 EUR konnte ich einfach nicht widerstehen und habe mir das Buch sofort bestellt.

Wer sich für Fotografie im Stile der Hollywood-Starportraits begeistern kann, wird dieses Buch lieben. Nach einer Einführung in der auf die Technik,  Lichtsetzung aber auch Posen & Make-up  eingegangen wird, analysieren die Autoren Bilder aus 4 Epochen (vor 1930, die 30er, die 40er, die 50er). Dabei werden ausgewählte Bilder der Zeit hinsichtlich Entstehung, Lichtsetzung und Bildaufbau gekonnt analysiert. Eine Skizze verdeutlicht das verwendete Licht-Setup des Fotografen. Jedem Setup wird dabei ein Schwierigkeitsgrad zugewiesen (Einfach – Sehr komplex), was denen hilft, die einen entsprechenden Lichtaufbau selbst testen wollen. Die Analyse wird um Infos zu dem Star und dem Fotografen ergänzt. Abschnitte zu den bekanntesten Fotografen und Portraitisten der jeweiligen Zeit ergänzen das Werk.

Die Bildanalysen sind zusammen mit der durchgängig sehr guten Qualität der Fotos mein Highlight dieses Buches. Hier lässt sich sehen, mit welch einfachen oder sehr komplexen Hilfsmitteln es die Fotografen schon in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts verstanden, Licht zu nutzen und meisterhaft einzusetzen. Der praktische Ansatz ausgehend vom Bild über “Reverse Engineering” die Lichtsetzung zu analysieren, ist für den Leser faszinierend und sehr lehrreich zugleich.

Eine klare Empfehlung von meiner Seite.

Das Projekt
Die letzten Wochen habe ich an meinem ersten längeren fotografischen Projekt gearbeitet. Die Idee war, über 50 Tage jeden Tag ein Foto mit einem 50mm Objektiv (Nikkor 50mm f/1.8 G) zu schießen. Die Bilder wurden nachbearbeitet, jedoch nicht geschnitten.

Ziel war es, meine Fähigkeiten in der Bildkomposition zu trainieren und Bilder gleich so zu fotografieren, dass ein späteres Schneiden nicht nötig ist. Auf der anderen Seite habe ich viel mit der Nachbearbeitung einzelner Bilder experimentiert und auch hier jede Menge Neues dazugelernt.

Fazit
Mir persönlich hat es wahnsinnig viel Spass gemacht und es sind ein paar wirklich schöne Bilder dabei rausgekommen, von denen es einige sogar bis in flickr Explore (die täglich 500 interessantesten Fotos auf flickr) geschafft haben :-)

Ich kann jedem nur empfehlen, selbst so ein Foto-Projekt zu machen.

Die Fotos
Ja und im Anschluss hier das Album mit den Fotos. Viel Spass beim Betrachten der Bilder.

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