Nachdem ich im Anschluss an das Fotofestival auf Zingst noch eine herrliche, erholsame Woche Urlaub auf Rügen mit der besten Ehefrau von allen genossen habe Smiley und mich dann der berufliche Alltag eine Weile fest im Griff hatte, komme ich jetzt endlich dazu, Euch von meinem zweiten Workshop in Zingst zu berichten.

Über den Workshop bei Steve Thornton hatte ich ja schon berichtet; hier nun mein Bericht vom  Workshop “Models, Mode und Imagination” bei Sascha Hüttenhain, der vom CentralVerband Deutscher Berufsfotografen im Rahmen der “bärenstarken Fototage” organisiert wurde.  Sascha ist mittlerweile ein renommierter und bekannter deutscher Fashion-, Lifestyle- und Portraitfotograf. Seine Art der Fotografie lebt von starken Kontrasten und Schatten und unterscheidet sich dadurch von vielen klassischen Fashion-/Beautyfotografien, in denen eine frontale, schattenfreie Lichtführung vorherrscht. Ich mag das, weil hierdurch die Bilder Tiefe und Dreidimensionalität bekommen.

Ihm unterstützend zur Seite standen als Assistent Oliver Denz und als Modell Cécile Weber. Mit insgesamt fünf Teilnehmern hatten wir zudem eine perfekte Gruppengröße. Das ist zwar noch kein Einzelcoaching, aber in so einer kleinen Gruppen lernt man einfach mehr und hat auch deutlich mehr Zeit für das eine oder andere Detail.

In der ersten Stunde sprachen wir mit Sascha über seine Art der Fotografie, den Umgang mit dem Modell am Set und den Einsatz von Licht sowie der Bedeutung des Belichtungsmessers. Viele Fotografen arbeiten heute ohne Belichtungsmesser; ich selbst nutze Ihn zwar nicht immer aber häufig.

Hier wies Sascha darauf hin, dass ein Belichtungsmesser nur dann richtig funktioniert, wenn er auch auf die Kamera korrigiert ist. In der Praxis zeigte sich dann auch, dass ich mit meiner D700 immer ein gute halbe-dreiviertel Blende gegenüber dem Messwert überbelichten musste. Die anderen Teilnehmer, die wie Sascha mit Canon fotografierten, hatten diesen Effekt (in dieser Stärke) nicht.

Diesen Aha-Effekt hatte ich auch direkt, nachdem ich mir meinen ersten Belichtungsmesser gekauft hatte:

Im Anschluss gab es dann eine erste, praktische Lektion in Sachen Lichtführung und eine Demo des Hensel Starspots. Sehr cool, aber das Ding hat auch einen wahrhaft stolzen Preis.

Dann ging es auch schon nach draußen zum Fotografieren. Insgesamt fotografierten wir an dem Tag an drei verschiedenen Settings. Die sich ständig ändernden Lichtverhältnisse (Sonne-/Wolkenmix) erforderten eine stetige Anpassung des Lichts und der Kameraeinstellung. Also perfekt zum Üben Zwinkerndes Smiley.

Fazit

Auch diesen zweiten Workshop fand ich richtig, richtig gut. Auch wenn ich vieles schon wusste, so konnte ich doch wieder wertvolle Tipps mitnehmen. Sascha selbst ist nicht nur ein starker Fotograf sondern auch ein sehr guter Referent und Workshopleiter und zusätzlich ein wunderbar angenehmer Mensch; was aber an diesem Tag auf alle die dabei waren zutrifft.

Ein perfekter Workshop, der mir wirklich richtig viel Spaß gemacht hat. Also falls Ihr die Gelegenheit habt, an einem Workshop mit Sascha teilzunehmen: ich kann Ihn uneingeschränkt weiterempfehlen.

Zum Abschluss ein paar meiner Bilder und Making-of-Fotos