Update 27.05.: Das Exemplar von “Beyond Vanity” ist ausgelost und geht an Olaf (Kommentar #5). Herzlichen Glückwunsch.

Vor gut einem halben Jahr bin ich das erste Mal auf die Fotografien von Rüdiger Beckmann aufmerksam geworden. Portraits, die sich von klassischer Studio- und Fashionfotografie stark unterscheiden. Hier stehen nicht Komposition, ausgeklügelte Belichtung oder makellose Personen an erster Stelle sondern der Moment mit seinen Gefühlen und Emotionen. Die Bilder sind nicht digital erzeugt sondern mit guten alten Analogkameras aufgenommen, was die oberflächliche “Unperfektheit” der Bilder noch verstärkt.

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Bildnachweis: Bilder mit freundlicher Genehmigung von Rüdiger Beckmann, pixelwelten.de

Beyond Vanity – Jenseits von Eitelkeit

Viele seiner Bilder haben für mich so etwas wie eine eigene Seele und es steckt mehr in ihnen als nur das Abbild des Portraitierten: die Stimmung während der Portraitsession, Stärken und Schwächen aber auch Emotionen und oft Sinnlichkeit, sowohl des Portraitierten als auch des Fotografen. Bilder jenseits der digitalen, makellosen “Wirklichkeit” wie sie uns sonst jeden Tag hundertfach begegnen.

Ich wollte gerne mehr über diese Bilder und den Menschen hinter der Kamera wissen und habe mir Rüdigers Buch “Beyond Vanity – Jenseits von Eitelkeit” bestellt (in Kaffeetasse #19 hatte ich kurz darüber berichtet). Rüdiger hat dieses Buch im Eigenverlag herausgegeben; und wer seine Bilder mag, dem wird sein Buch gefallen. Neben vielen Bildern gibt es auch lesenswerten Text, der mir einen guten Einblick in seine Vorgehensweise gab.

Und wie das Leben so spielt, die digitale Welt ist ja klein, sind wir auch auf flickr übereinander gestolpert. Nach einem kurzen Nachrichtenaustausch über seine Cyanotopien, schrieb ich Rüdiger, dass ich wahnsinnig gerne mal ein Bier mit ihm trinken würde, um den Menschen und Fotografen näher kennenzulernen.

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Bildnachweis: Bilder mit freundlicher Genehmigung von Rüdiger Beckmann, pixelwelten.de

Fotografie und Feierabendbier

So kam es wie es kommen musste: Anfang der Woche trafen wir uns bei Rüdiger zu Hause auf ein Feierabendbier. Bei unserem kurzen Willkommensplausch, ich saß auf dem Sofa auf dem Rüdiger viele seiner Modelle portraitiert hat, fiel mir auch gleich die goldene Diana F auf (gewonnen beim Analog-Wettbewerb von Blogtimes). Anschließend zeigte mir Rüdiger seine anderen Kameras. Und wie ich kurz darauf seine alte Kiev 6 so in den Händen hielt und durch den Sucher blickte, juckte es mich ein wenig in den Fingern und ich spürte die Lust mal wieder analog zu fotografieren.

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Bildnachweis: Cyanotopien von Rüdiger Beckmann, pixelwelten.de

Danach nahm ich natürlich auch Rüdigers Cyanotopien, ein weiterer Grund für den Besuch, in Augenschein, von denen einige den Weg in meine eigenen vier Wände gefunden haben. Und die Entscheidung war wirklich nicht einfach, insbesondere wenn man die Werke in echt sieht und fühlt. Die Haptik von Fineart-Papieren lässt sich eben nicht digital transportieren.

Im Anschluss ergab sich ein wirklich toller, gemütlicher und vor allem entspannter Feierabendplausch über Fotografie, das Leben, dies und jenes. Alles in allem ein rundum gelungener Abend, für den ich Rüdiger an dieser Stelle noch mal ganz herzlich danke.

 

Weiterführende Links zu Rüdiger Beckmann

Wer mehr über Rüdiger Beckmann und seine Arbeit wissen will, findet hier ein paar weiterführende Links:

Buchverlosung: Beyond Vanity

Und auch für die ISO125-Leser hat sich der Besuch gelohnt, da ich ein Exemplar von Beyond Vanity unter Euch verlose. Schreibt mir dazu einfach einen kurzen Kommentar, wie Euch die Bilder von Rüdiger gefallen und warum Ihr gerne das Buch gewinnen wollt. Unter allen Kommentaren, die bis zum 26.05. eingehen, verlose ich ein Exemplar nach dem Zufallsprinzip.