buchrezension-iso125-001Ein Buch über Foodfotografie fehlte mir noch in meiner umfangreichen Sammlung. Auch wenn ich mich selbst nicht zur Kategorie der Foodfotografen zähle, so finde ich das Thema spannend. Und da ich ab und an auch sehr gerne koche und immer für ein leckeres Essen zu haben bin, habe ich mich nach entsprechender Lektüre umgesehen.

Da trifft es sich gut, dass gerade der Titel “Foodfotografie” von Peter Rees in der Reihe Edition Profifoto im mitp-Verlag erschienen ist und den Weg auf meinem Tisch gefunden hat.

Inhalt

Der Autor Peter Rees ist selbst begeisterter Koch und Fotograf mit dem Schwerpunkt Food- und Produktfotografie. Und diese Liebe zur Foodfotografie zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch.

Das Buch besteht aus 6 Kapiteln, wobei das letzte Kapitel “Fotopraxis” mit über 170 von 240 Seiten den größten Umfang ausmacht. Bevor es jedoch an die Fotopraxis geht, bekommt der Leser noch das nötige Grundlagenwissen vermittelt. Und um zu illustrieren, dass für leckere Foodfotos es nicht unbedingt gleich eine Mittelformatkamera sein muss, gibt es zur Einstimmung auch ein erstes Beispiel (Produktion von Johannisbeermarmelade), das mit dem iPhone realisiert wurde. Das macht Appetit auf mehr Smiley.

Neben der Technik in Fotografie und Küche wird auch über die Requisitenauswahl in Form von Tassen, Tellern & Co. sowie Hinter- und Untergründen gesprochen. Bevor es dann endlich an die Rezepte zur Foodfotografie geht, erfolgt noch ein kurzer, prägnanter Exkurs in die Gestaltung und das Foodstyling. Gerade im  Kapitel zum Foodstyling gibt es eine Menge Praxistipps und Kniffe, die einem helfen, die im Praxisteil vorgestellten Rezepte nachzukochen und mit guten Prise eigener Kreativität anzureichern.

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Und schließlich kommt das letzte Kapitel, das ganz im Zeichen der Praxis steht. In Form eines Rezeptes mit Zutaten- und Umsetzungsliste werden zahlreiche Sets auf jeweils vier Seiten detailliert vorgestellt. Am Anfang steht jeweils das Ergebnis (ein ansehnliches Foodfoto). Danach folgen die Zutatenliste (Food + Fototechnik und sonstige Utensilien) und dann die Umsetzung. Skizzen die den jeweiligen Setaufbau illustrieren sowie Tricks und Kniffe runden das jeweilige Rezept ab.

Fazit/Bewertung

Ich finde das Buch klasse. Inhaltlich gut geschrieben, viele Tricks und Kniffe für die Praxis und viele ansehnliche Fotos mit den nötigen Zutaten, um diese selbst zuzubereiten. Der eine oder andere vermisst vielleicht konkrete Angaben zu Blitzleistung, Blende und Brennweite. Das fördert aber aus meiner Sicht die nötige eigene künstlerische Kreativität und ist für ein “Nachkochen” der Fotos auch nicht nötig.

Ich kann das Buch nur jedem empfehlen, der sich für Foodfotografie interessiert. Aber auch für Produkt- und Still Life-Fotografie gibt es hier einiges an guten Tipps. Wer sich noch nicht entscheiden kann, wirft einfach vorab einen Blick auf die Website und das Blog des Autors.

Chapeau Herr Rees, Ihr Buch macht Appetit auf mehr und motiviert zum Nachkochen.

Daten/Fakten:

Titel: Foodfotografie

Autor: Peter Rees (Website | Blog)
Preis: 34,95 EUR
Verlag/Reihe: mitp Edition Profifoto
Umfang: ca. 240 Seiten

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