Neben all den ganzen Objektiven und sonstigem Krams den ich als Ausrüstung mitschleppe, wenn ich auf Fotopirsch gehe, gehört für mich auch das iPad mit in den Fotorucksack. Das kleine Teil ist einfach super, um Fotos zu zeigen oder anzusehen. Selbst meine 85-jährige Oma kann sich dafür begeistern.

Warum das iPad mitnehmen?

Mit dem Camera Connection Kit kann ich nach einem Shooting die Bilder in kürzester Zeit auf das iPad übertragen und ansehen bzw. zeigen: SD-Karten-Adapter ans iPad, SD-Karte einschieben, iPad anschalten, die Foto-App geht auf, Bilder syncen, fertig. Das geht wirklich fix.

Da meine D7000 ja glücklicherweise zwei SD-Card-Slots besitzt (danke dafür Nikon Zwinkerndes Smiley ), habe ich folgende Einstellung für mich gewählt: Auf der einen SD-Karte werden RAW-Dateien gespeichert auf der zweiten JPEGs in mittlerer Größe. Zwar kann das iPad auch RAWs einlesen und anzeigen, aber der Speicherverbrauch ist mir dann doch etwas hoch und so richtig flüssig bearbeiten lassen sich solche Dateien mit dem iPad auch nicht. JPEG ist da optimal.

Gerade im Urlaub oder bei einem Portrait-Shooting finde ich es einfach stark, wenn man in einer Pause oder abends im Hotelzimmer sich die Fotoergebnisse des vergangenen Tages in Ruhe ansehen und bestaunen kann.

Welche Apps nutze ich?

Im letzten halben Jahr habe ich jede Menge verschiedene Apps rund um die Fotografie ausprobiert. Die iPad-Apps, die ich wirklich regelmässig nutze, stelle ich Euch jetzt vor. Das jeweilige Icon ist übrigens direkt mit der App im Appstore verlinkt.

Foliobook – Das Portfolio für das iPad

Foliobook ist eine App, die es mir erlaubt, themenbezogene Bildersammlungen (z.B. Portraits, Landschaft, Hochzeit, etc.) zu erstellen und dann auf dem iPad interaktiv zu präsentieren. Klasse ist die Möglichkeit, die Oberfläche wie z.B. Hintergrund, Menü etc. an die eigenen Bedürfnisse anzupassen. In Foliobook habe ich die Fotos, die ich häufig präsentiere. Ein Export-Plugin mit empfohlenen Einstellungen für die App gibt es auf der Hersteller-Website. Der Preis von 7,99 EUR ist nicht günstig aber noch ok.

 

Dropbox

Dropbox ist einer dieser Wolkendienste bei denen man seine Dateien hosten kann. Was ich mag, ist die einfache Bedienung, die Integration in viele iPhone-/iPad-Apps. Dropbox funktioniert auf Mac als Windows perfekt und synchronisiert im Hintergrund die Dateien, so dass ich jederzeit von überall Zugriff auf die dort abgelegten Fotos habe. Einfach aber effektiv. Und die kostenlosen 2GB reichen mir völlig, da ich den Dienst nicht für Backup etc. nutze. Die App ist natürlich kostenlos.

 

Flickstackr

Ich muss mich mal outen – Ich mag flickr. Es macht einfach Spaß, sich von den coolen Fotos auf der Plattform inspirieren zu lassen. Wer will kann sich mit Gleichgesinnten austauschen und Fotos kommentieren. Mir persönlich gefällt an flickr die Internationalität. Ich kenne keine andere Fotografie-Plattform, die so international ist. Und andere Länder und andere Kulturen beeinflussen auch das Sehen und die Art der Fotografie; und diesen Input gebe ich mir gerne. Und dann gibt es immer noch die tolle Bestätigung für’s Ego, wenn ein eigenes Foto es wieder bis in flickr Explore geschafft hat.

Ja, und wer flickr mag und ein iPad/iPhone besitzt, der kommt um flickstackr eigentlich nicht herum. Ich kann mir die Fotos super ansehen, habe komfortablen Zugriff auf eigene Bilder, Gruppen, Kontakte usw. Und natürlich können eigene Bilder auch hochgeladen werden.

Über einen Offline-Modus lassen sich ausgewählte Bilder auch ohne Internetconnection ansehen. Ich finde die App einfach super. Auch mein Frau findet die App super und manchmal steht das iPad Sonntags bei uns auf dem Frühstückstisch und wir lassen nebenbei die flickr Explore Bilder als Diashow laufen. Die 1,59 EUR sind gut investiert.

 

Photo Soft Box Pro HD

Photo Soft Box Pro verwandelt das iPad/iPhone in eine Softbox. Ich kann Lichtstärke, Hintergrund und Farbe wählen und das ganze sehr kreativ einsetzen. Was ich besonders cool finde, ist die zugehörige Remote-App, mit der ich den Effekt von einem iPhone steuern kann, während das iPad als Softbox/Lichtspender fungiert. Macht Spass damit zu experimentieren. Für 2,39 EUR absolut ok.

Beispielbilder findet Ihr in der Photo Soft Box flickr Gruppe

 

Filterstorm 3

Filterstorm ist eine Software für die Bildbearbeitung mit denen sich Fotos auf dem iPad nachträglich bearbeiten komfortabel bearbeiten lassen. Neben dem Freistellen und Anpassen der Arbeitsfläche gibt es zahlreiche Filter und Funktionen. Dabei geht es deutlich über Standardfunktionen wie Schärfen, Kontrast, Tonemapping etc. hinaus. Eine der coolsten Funktionen in Filterstorm ist für mich, dass sich einzelne Bearbeitungsschritte wie in Lightroom als  Preset abspeichern und dann auf weitere Bilder anwenden lassen. Automatisierungen lassen sich auch von der Filterstorm Website downloaden bzw. hochladen. Für 2,99 EUR ein super Tool für die Bildbearbeitung.

 

Snapseed

Snapseed von Nik Software ist momentan meine aktuelle Lieblingsanwendung auf dem iPad. Es macht einfach Bock mit dieser App Fotos zu bearbeiten. Starke Filter, einfache Bedienung und ein Bedienkonzept, das der Hammer ist. Hier reizt eine Anwendung die Möglichkeiten des iPad wirklich aus. Auch die von Nik Software bekannten Kontrollpunkte mit denen ich partiell Bereiche bearbeiten kann, ist in die App integriert. Ein echter Hammer, für die 3,99 EUR geradezu günstig sind.

Beispielbilder finden sich in der Snapseed flickr Gruppe

 

Fazit

Das iPad erweitert die Möglichkeiten für Digitalfotografen ungemein und auch eine Bildbearbeitung ist mit den verfügbaren Apps sehr gut möglich.

Für einzelne Apps sind Folgeartikel geplant, in denen diese Anwendung dann detailliert vorgestellt wird. Falls Euch eine der vorgestellten Apps besonders interessiert, schreibt doch einfach einen Kommentar, ich werde das mit berücksichtigen.